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Friedl, Freude, Eierkuchen: Week 9

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Für einen unendlichen Klugscheißer wie meine Wenigkeit gibt es nur wenige Dinge, die ich mehr genieße als Recht zu haben. Aperol mit schönen Frauen trinken Als durchaus optimistischer Mensch positiv überrascht zu werden, gehört aber zweifelsohne dazu!

Wir wissen nichts gut, aber alles besser

Ich hatte vergangenen Freitag die Ehre, mit meinem Twitter-Spezi und Anthony Richardson Truther #1 Henri Wolfarth von den German Sea Hawkers einen Blick in die Kristallkugel zu wagen. Als zwei selbsternannte und nicht anerkannte Experten haben wir dabei einige Thesen zum Spiel der Baltimore Ravens gegen die Seattle Seahawks in den Raum geworfen. Beispielsweise, dass die Ravens im eigenen Passing Game vor allem die Mitte des Feldes attackieren sollten. Star-TE Mark Andrews (10 Targets, 9 Catches, 80 Yards) und dessen Back-up Isaiah Likely (4/4/42) wurden da als primäre Anspielstationen genannt. Ein potenzielles Miss-Match, vor dem Henri Angst hatte? Das Baltimore Running Game. Vor allem angesichts der immer besser werdenden Offensive Line. Dass die Seattle Seahawks am Sonntag in Grund und Boden gelaufen wurden, wäre indessen noch eine Untertreibung. Sage und schreibe 298 (!) Rushing Yards und 3 Touchdowns durfte das Ground Game für sich verzeichnen.

LOL – laugh-out-loud, adjective, adverb

Auch auf der anderen Seite des Balles lagen wir eigentlich nicht allzu weit daneben. Das eine Big Play von WR Adonis DK Metcalf und Chancen für Rookie WR Jaxon Smith-Njigba wurden ebenso prophezeit wie die Geno-on-Geno-Crimes. Selbst, dass wir es hier mit einer Low-Scoring-Affäre (Wir hielten uns bei einem Over/Under von 44 an das Under) zu tun haben dürften, ahnten wir voraus. Doch das ist alles recht wenig wert, wenn wir in einer entscheidenden Sache so daneben lagen, wie Henri damals mit seiner Einschätzung zu Roquan Smiths Coverage-Fähigkeiten. Wir waren nämlich beide felsenfest davon überzeugt, dass es eine enge Partie werden würde. Der Spread von -6 Punkten, mit denen die Ravens favorisiert wurden, war uns dann doch einen Tick zu hoch. Für jene, die es noch nicht am Schirm haben sollten: Erstens GUTEN MORGEN und zweitens, das Spiel endete mit 37-3. Sprich, mit einer Punktedifferenz von 34 Zählern. Ich fühle mich wie ein Stürmer beim (ehemals) so famosen Chelsea FC. Weit daneben ist auch vorbei – oder so.

Was für ein Auftritt, der jetzt eine Frage immer konkreter werden lässt …

Best Team in the NFL?

Sind die Baltimore Ravens momentan das beste Team der NFL?

Im Zuge meiner Kolumne war diese Frage bereits vergangene Woche der allseits bekannte Elefant im Raum. Nach einem weiteren sensationellen Auftritt werden die Indizien nicht zwingend kleiner. Auch wenn der Schedule in den nächsten Wochen deutlich happiger werden wird, DVOA spricht bisher eine klare Sprache:

Ich hatte zuletzt schon ab und an versucht, auf die Dopamin-Bremse zu drücken. Doch momentan fällt es einem schwer, nicht in Superlative zu verfallen. Nach diesen Leistungen in den letzten Begegnungen sollte selbst in Cleveland angekommen sein, wer momentan die beste Defense der Liga stellt. Das Schöne daran? Es gibt nicht nur diesen einen Star, der am Feld herausragt. Es ist eine perfekt gedrillte Einheit, die Spiel für Spiel dominiert. Daher möchte ich die überragende Partie der MikeMacdonald-Truppe kurz anhand einiger Statistiken herunterbrechen.

Die Ravens erlaubten den Seahawks:

  • 3,2 Yards per Play
  • Sechs (!) First Downs im gesamten Spiel
  • Eine Erfolgsquote von 1/12 bei Third Down (und 0/1 bei Fourth Down)
  • 151 Total Yards

Und forcierten dabei:

  • Eine absurde Pressure Rate von 56 %
  • 4 Sacks
  • 2 Turnover

Wenn wir von den besten Defenses der modernen NFL-Ära sprechen, ist die legendäre Ravens-Einheit aus dem Jahr 2000 normalerweise DIE Benchmark schlechthin. Eben jene Einheit ist laut den Daten von TruMedia die einzige Defense, die weniger Touchdowns pro gegnerischen Drive zulässt, als die 2023er-Unit. B-O-N-K-E-R-S!

Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass diese Truppe von den beiden Hall of Fame Spielern Ray Lewis und Rod Woodson angeführt wurde.

Jetzt mal Butter bei die Fische: Wär hätte im Sommer gedacht, dass ED Jadeveon Clowney die Ravens nach der Hälfte der Saison mit 39 Pressures anführt? Dass DT Aaron Donald Justin Madubuike mit 7,5 Stück an der Spitze der IDL-Sack-Leader sitzt? Dass S Geno Stone ein League High an 6 Interceptions auf der Habenseite zu verbuchen kann? Oder dass ED Kyle Van Noy (jener Kyle Van Noy, der erst am 27. September von der Straße verpflichtet wurde) die Seahawks-Line mit 5 Total Pressures, darunter 2 Sacks und einem Forced Fumble, quasi im Alleingang auseinander nimmt? Es fehlen selbst mir die Worte.

Um das Können dieser Defense zu erkennen, muss man – im Gegensatz zu Joshua Dobbs (credit where credit is due!) – wahrlich keine Raketenwissenschaften studiert haben. Doch die Offense kam mir im allgemeinen Tenor in den letzten Wochen immer noch zu schlecht weg. Eine Offensive, die sich laut DVOA mittlerweile auf Rang 4 und nach EPA/Play auf Rang 7 wiederfindet. Falls ihr es noch nicht gemacht habt, solltet ihr eure Meinung diesbezüglich nochmal überdenken. Sonst schaut ihr ähnlich blöd aus der Wäsche wie die Carolina Panthers. Nämlich dafür, dass sie Bryce Young über C.J. Stroud gedraftet haben.

In the Need for Speed

Sollen wir das Spielchen von vorhin noch mal schnell auspacken? Hände hoch, wer vor dem Spiel auf seiner Bingo-Karte folgenden Satz stehen hatte: “Die Baltimore Ravens werden 4 Touchdowns erzielen, aber QB und MVP-Kandidat Lamar Jackson wird bei keinem davon beteiligt sein.” Der oder diejenige mag sich bitte mit den kommenden Lotto-Zahlen bei mir melden. Vielen Dank!

Wenn wir schon bei treffenden Voraussagen sind: Ich kenne da einen durchaus gutaussehenden österreichischen Ravens-Fan, der seit mehreren Wochen darauf plädiert, dass die Ravens vermehrt aus 11 Personnel laufen sollten. Ihr könnte euch den unfassbaren Schock vorstellen, den ich erlitten hatte, nachdem ich folgende Statistik zugespielt bekam:

Für diejenigen, die weniger zahlenaffin sind und lieber visuell lernen: Hier ein Beispiel, wie das in der Praxis ausschauen könnte. Also jetzt ganz rein hypothetisch.

Der junge Mann, der hier beinahe verkehrswidrig durch die Seahawks-Defense rast, ist übrigens UDFA RB Keaton Mitchell. Jemand noch aufnahmefähig für eine Handvoll irrwitzige Zahlen? Dachte ich es mir doch! Der 21-Jährige kam gestern bei neun Läufen auf 138 (!) Yards, 132 (!!) davon waren After Contact, er brach dabei 8 (!!!) Tackles und legte damit im Schnitt geschmeidige 15,3 (!!!!) Yards auf. Damit rasieren bei den Ravens zwei Spieler im Backfield, die nicht gedraftet wurden. Den Analytics-Freunden unter uns geht gerade der Docht auf der Kerze hoch. Und womit? Mit Recht!

Wem das zu verdanken ist? Zum einen natürlich Lamar Jackson, der das zahlenmäßige Pendel im Running Game zu Gunsten der Ravens schwingen lässt. Zugleich muss man an dieser Stelle ebenso die überragende Leistung der Offensive Line hervorheben. PFF bewertete das Run Blocking der Ravens-Line – der mit RT Morgan Moses sogar ein Starter fehlte – mit einem überragenden Rating von 90,7. Dass sie im Pass Blocking zudem gerade einmal 3 Pressures und eine Pressure-Rate von 7,9 % zuließen, erwähne ich hier nur noch in einem Nebensatz. Viel lieber will ich diese Kolumne mit einem BOOM beenden. Solltet ihr eure Augen von Speedster Mitchell lösen können, verfolgt bitte Center Tyler Linderbaum (#64) im nachfolgenden Video. Big, fast, nasty. Your 2023 Baltimore Ravens!

Olli

Ende 20 | Ich habe eine Hassliebe zu meinen Teams | 100 % lauwarme Takes | 100 % sicher es besser zu wissen | In 99 % der Fälle ist das auch so | JanFlacco ist meine Religion

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Wolfgang Berg

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